Was versteht man unter Behandlungspflege?

Häusliche Krankenpflege wird häufig in Form der Behandlungspflege im Privathaushalt von der Krankenkasse finanziert.

 

Hier ist oft eine chronische Krankheit, wie Diabetes mellitus, ein Grund von vielen, weshalb Personen Hilfe brauchen. 

Z.B. soll Insulin gespritzt werden, der Blutzucker soll regelmäßig kontrolliert und die Befunde an den Hausarzt weitergeleitet werden. 

 

In anderen Fällen können ältere oder verwirrte Menschen, ihre Medikamente aufgrund ihrer Gedächtnisschwäche, nicht mehr richtig sortieren, oder sogar einnehmen, weil Ihre Angehörigen arbeiten müssen, können hier Pflegepersonen einspringen.

Hier stellt der Hausarzt eine "Verordnung zur Häuslichen Krankenpflege" aus, wenn der Patient oder die Angehörigen dies beantragen

( d.h. dafür ein Antragsformular unterschreiben). 

 

Nun kann der Betroffene einen Pflegedienst im Telefonbuch, Internet oder auf Listen der Krankenkassen auswählen, der regelmäßig diese Tätigkeiten im Auftrag des Arztes ausübt.

Der Pflegedienst bearbeitet den Antrag zur Übernahme der "Häuslichen Krankenpflege"  und leitet ihn umgehend an die zugehörige Krankenkasse des Versicherten weiter.

Die Krankenkasse überprüft dann nur noch, ob die Verordnung für eine Kostenübernahme genehmigungsfähig ist.

 

In vielen Fällen werden Leistungen der Kranken- und Pflegekassen kombiniert, wenn mindestens Pflegegrad 2 vorliegt, um die optimale Pflege zu Hause zu ermöglichen. Damit eine Kombination möglich wird,  muss Sachleistung, anstelle von Geldleistung gewählt werden.

 

Neuerdings gibt es auch Häusliche Krankenpflege als Kombination von Grund und Behandlungspflege, wenn Personen nach einer Krankenhausbehandlung noch keinen Anspruch auf Leistungen der Pflegeversicherung haben, also keinen Pflegegrad haben.